Bin
ich gut genug?

Wie Du lernst mit Selbstzweifeln umzugehen

Heute habe ich ein Thema
gewählt, daß mich lange Zeit begleitet hat. Es hat mich immer wieder aus meiner
Kraft geworfen und mich an meinem Können zweifeln lassen.

Vielleicht kennst Du das ja
auch:

Es gibt Zeiten in denen Du
an Dir zweifelst, Dir alles zu viel ist und Du das Gefühl hast, Du musst –
obwohl Du erschöpft bist – immer noch was abliefern, ob in der Familie, in
der Arbeit oder bei Freunden. Wir haben das Gefühl funktionieren zu müssen. 

Nicht mehr funktionieren wollen!


Es gibt dann irgendwann den
Punkt nicht mehr funktionieren zu wollen. Aus unterschiedlichen Motiven.

Ich hatte dieses Gefühl
Ende 2016 Anfang 2017. Ich liebe meine Arbeit, ich gehe in ihr auf und sie ist
das, wofür ich leidenschaftlich im Leben brenne. Aber zu diesem Zeitpunkt war
mir alles zu viel.

Ich kam mir vor wie ein
Mensch der seine Pflicht erfüllt, ohne Feuer, ohne Leidenschaft. Ich war krank
und dachte, ich muss aber für meine Familie und meine Klienten da sein.

Das war blöd, das ist mir
auch sehr schnell klar geworden.

Ich schaute mir die Muster
und Glaubenssätze an, die hinter meinen Gedanken und Gefühlen standen.

Es ist ja, ok, wenn man
erschöpft ist und man Ruhe braucht, damit man neue Kraft tanken kann und um dann
wieder mit neuer Energie ins Leben zu starten.

Schaut man sich diese
Strukturen genauer an und bohrt tiefer, hinter dieses: „ich muß leisten, muss
präsent sein, muss für andere da sein, ich darf mir keine Fehler leisten und muss
Perfekt sein“, dann steckt oft das Gefühl dahinter, nicht wertvoll zu sein.

Für mich war es spannend zu
fühlen, das am Ende immer die Angst steht, nicht gut genug zu sein, nicht
geliebt zu werden, nicht auszureichen, wenn man nicht leistet und nicht immer
funktioniert.

Die Angst nicht gut genug
zu sein

In meinem Leben begleitete
mich ganz lange das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Auch wenn meine Liebsten
mir sagten, daß ich super genial bin, meine Klienten begeistert von mir und
meiner Arbeit waren. So war in mir immer wieder mal der Gedanke nicht zu
reichen.

Das ist ein ganz bedrückendes
Gefühl. Es ist als würde Dir ein Teufelchen auf der Schulter sitzen und Dir
einflüstern, daß Du nichts kannst und die anderen das bemerken. Irgendwann
kommt es raus.

Puh, das nagt an einem –
und fast automatisch beginnen wir das Gefühl überzukompensieren. Wir verstecken
unsere wahren Ängste hinter Masken und tun so als sei alles in Ordnung. Dabei
strengen wir uns enorm an das Gegenteil zu beweisen und versuchen noch
besser zu sein, um zu beweisen wie gut wir sind, wie liebenswert wir sind. Wir
versuchen zu beweisen: „Ich bin gut genug“ 

Weil wir aber selber vom
Gegenteil überzeugt sind, kostet es uns enorm viel Energie und verausgabt uns.

Dabei sind wir nie wir
selbst, sondern nur in einer Beweisführung. Wir versuchen immer nur unsere
starke, schöne Seite zu zeigen und wollen nicht als schwach erscheinen. Dabei
zeigen wir uns nie selbst.

Wir glauben, wenn wir uns
anstrengen und perfekt sind, uns keine Fehler erlauben – daß es beweist, das
wir gut genug sind.

Im Gegenteil, daß
funktioniert nicht. 

Das ist ein Hamsterrad. Das
frisst die Seele auf. Wir laufen der Karotte hinter her, die wir nie bekommen.

Was ich Dir da heute
mitgeben möchte, sind meine Erfahrungen dazu. Das was mir geholfen hat aus
diesem Hamsterrad auszusteigen, war die Erkenntnis, dass ganz viele Menschen so
denken!

Steig aus dem Hamsterrad
aus!

Und ich darf gnädiger mit
mir selber sein. Ich habe erkannt, das ist eine Einbahnstrasse und nur wenn ich
ehrlich und offen zeige, wie ich denke und fühle, kann ich die Erfahrung machen,
auch offen und ehrlich angenommen zu werden. 

Hat man mir früher gesagt,
daß ich geliebt werde, daß ich toll bin, so konnte ich das gar nicht annehmen.
Ich dachte immer nur, daß mich mein Gegenüber ja gar nicht kennt, er sieht nur
meine Maske.

Nimm die Masken ab!

So hörte ich auf Masken zu
tragen und schenkte mir damit die Chance wirklich geliebt zu werden und diese
Liebe mit ganzem Herzen anzunehmen. Denn nun wusste ich, ich bin gemeint- ich,
mit all meinen vielen Facetten, die ich authentisch zeige.

Ja, das erfordert Mut! Ich
weiß, aber es ist eine wunderbare Chance zu Leben wer ich wirklich bin!

Die Angst vor Ablehnung
ist nicht ganz weg, aber sie weicht immer mehr der Freude, der Lust und
der Liebe an der Lebendigkeit.

Zu spüren wer ich wirklich
bin und was ich fühle und was ich brauche.

Und je offener ich wurde,
so offener wurden meine Mitmenschen mir gegenüber.

Klar, nicht alle – aber
die, auf die es ankommt!

Hab den Mut dich
authentisch zu zeigen!

Und so kann ich dir
mitgeben: „Habe den Mut Dich zu zeigen, mit all deinen vermeintlichen ‚Fehlern’
und entdecke, das viele dankbar sind, dass du den ersten Schritt gemacht hast.

Zeige dich in deiner
Verletzlichkeit, in deiner Ehrlichkeit und Menschlichkeit, denn – es ist ok das
du bist, wie du bist.“

Vielleicht hilft Dir auch
die Frage: „Wann hast Du das Gefühl gut genug zu sein, wann würdest Du
wissen, Du bist genau richtig“

Ich glaube nicht, das es
darum geht noch  besser zu werden,
sondern zurückzukommen,  anzukommen bei sich. Sich annehmen und lieb
haben. Den inneren Krieg endlich niederzulegen und sich selbst ein Freund zu
sein!

Sich annehmen mit all den
vielen bunten Facetten: dem Schatten, dem Licht, der Liebe, der Wut, dem Zorn,
die Leidenschaft, der Freude, der Schwäche, der Traurigkeit und dem Glück…usw. 

Sich endlich erlauben so zu
sein wie man ist.

Jeder von uns hat sein
inneres Lied, lass es erklingen!

Ich persönlich glaube, daß
dies ganz viel Krieg in unserer Gesellschaft beenden würde.

Jeder von uns hat seine
eigene Musik in der Seele, den eigenen Seelenklang. In einem meiner Seminare –
dem Lied der Seele – gehen die TeilnehmerInnen auf die Reise zu diesem
Seelenlied und gemeinsam erkennen wir, daß diese einzelnen, ganz individuellen
Klänge, zu einer wunderschönen Sinfonie zusammen spielen.

Mit unserem authentischen
Sein gelingt es uns eine wunderschöne Melodie zu sein.

Nur so entfalten wir unsere
Kraft, unseren Seelenweg und finden inneren Frieden.

In diesem Sinne wünsche ich
Dir von ganzem Herzen, Dir wieder zu erlauben Deine Melodie zu spielen und Du
selbst zu sein.

In inniger Verbindung und
in Vorfreude auf den Klang Deines Seelenliedes in der Welt wünsche ich Dir
alles Liebe

Claudia Sternenweberin










               














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