In diesem Artikel schreibe ich, wie du mit Hilfe der Autosuggestion – die eine Art der Selbsthypnose ist – dein Unterbewusstsein bewusst neu auf positives programmieren kannst, um dich zu stärken und leichter Veränderungen zu bewirken.

Dafür beginne ich mal mit einer Fabel, vielleicht kennst du sie. Sie zeigt so wunderbar anschaulich, wie Suggestionen uns beeinflussen.

Die Fabel vom Frosch

Eines Tages entschieden die Frösche, einen Wettlauf zu veranstalten. Um es besonders schwierig zu machen, legten sie als Ziel fest, auf den höchsten Punkt eines großen Turms zu gelangen.

Am Tag des Wettlaufs versammelten sich viele andere Frösche, um zuzusehen.

Dann endlich – der Wettlauf begann.

Nun war es so, dass keiner der zuschauenden Frösche wirklich glaubte, dass auch nur ein einziger der teilnehmenden Frösche tatsächlich das Ziel erreichen könne. Anstatt die Läufer anzufeuern, riefen sie also „Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!“ oder „Das ist einfach unmöglich!“ oder „Das schafft Ihr nie!“

Und wirklich schien es, als sollte das Publikum Recht behalten, denn nach und nach gaben immer mehr Frösche auf.

Das Publikum schrie weiter: „Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!“

Und wirklich gaben bald alle Frösche auf – alle, bis auf einen einzigen, der unverdrossen an dem steilen Turm hinaufkletterte – und als einziger das Ziel erreichte.

Die Zuschauerfrösche waren vollkommen verdattert und alle wollten von ihm wissen, wie das möglich war.

Einer der anderen Teilnehmerfrösche näherte sich ihm, um zu fragen, wie er es geschafft hatte, den Wettlauf zu gewinnen.

Und da merkten sie erst, dass dieser Frosch taub war!

SUGGESTIONEN SIND ÜBERALL

Den Suggestionen sind wir fortlaufend ausgesetzt, ob durch Familie, Freunde, Werbung – sie begegnen uns immer und überall.

Schon im Kleinkindalter bekommen wir beigebracht, was alles möglich ist und was nicht. Glaubenssätze und Handlungsmuster etablieren sich dadurch und unterstützen oder hemmen unser Leben.

Suggestionen steuern unser Handeln und unser Handeln entscheidet darüber, wie unser Leben aussieht. Deshalb möchte ich heute darüber schreiben, wie wir unser Unterbewusstsein mit Hilfe von wirkungsvollen Suggestionstechniken programmieren können und davon im Alltag profitieren.

SUGGESTION – SELBSTHEILUNGSKRÄFTE UND DER PLACEBO-EFFEKT

Dem französischen Apotheker Émile Coué (1857-1926) verdanken wir bedeutsame Einsichten über die Autosuggestion. Er stellte fest, dass Medikamente besser wirkten, wenn er dem Patienten die besondere Wirksamkeit eines Medikamentes suggerierte. Diese Entdeckung wird bis heute als Placebo-Effekt bezeichnet. Sie zeigt, dass eine Suggestion unser Unterbewusstsein beeinflusst und diese auch körperliche Auswirkungen haben kann. In diesem Fall regt sie die Selbstheilungskräfte an und kann Einfluss auf die Regeneration von Organen, Knochen, Muskeln, etc. nehmen. Während meines Psychologiestudiums hörte ich einmal die Geschichte eines Jungen der im Dschungel lebte und es liebte Echsen zu beobachten. Er sah immer wieder, wie Echsen ihren Schwanz verloren und dieser nachwuchs. Als ihm ein Unfall geschah, in dem ein Stück seines Fingers verloren ging, wurde er mit dem Jammern seiner Gemeinschaft über seinen Verlust konfrontiert. Er wunderte sich, da doch die Natur für den Wiederwuchs sorgte, davon war er so tief überzeugt, dass ihm tatsächlich die Fingerkuppe nachwuchs. 

Das war der Startpunkt an dem mir persönlich klar wurde, wie kraftvoll mein Geist ist.

Heute ist dieses Wissen weit verbreitet und wir alle wissen um das innige Zusammenwirken von Körper und Geist, dass es keine Trennung gibt.


Sprache schafft Realität

An dem Beispiel des Jungen aus dem Dschungel können wir sehen, dass er aus der Beobachtung heraus sein Glauben entwickelte und die Selbstheilungskräfte aktivierte. Die übrige Gemeinschaft glaubte wahrscheinlich nicht daran, dass ein Finger nachwachsen kann. Alles was wir gesagt bekommen und wir uns selbst sagen ist Suggestion. Und jede Form von Sprache beeinflusst unser Glauben und Handeln.
Wird uns immer wieder gesagt: „Das schaffst du nicht“, dann glauben wir oft auch, dass wir es nicht schaffen. (Glaubenssatz)
Betrachte mal die Aussagen, die du über dich selbst triffst, wie beschreibst du dich? Wie reagierst du, wenn dir was misslingt, beschimpfst du dich selbst? Fallen dir eher deine Stärken oder Schwächen ein?
Gerade Pauschalisierungen verraten uns, ob wir vermehrt positive oder negative Glaubenssätze leben.
Jede Äußerung die wir über uns selbst machen, strebt danach Realität zu werden. Also achten wir auf unsere Sprache und kommen uns nahe und verändern die sich selbst erfüllenden Prophezeiungen zu unserem Vorteil.

DIE KRAFT DER WIEDERHOLUNG

Jede Äußerung, die wir über uns selbst machen, ist eine Botschaft an unser Unterbewusstsein. Wir programmieren uns mental. Diese Autosuggestion können wir bewusst nutzen, um erwünschtes Verhalten oder Einstellungen zu erzeugen. Wiederholen wir immer wieder positive Affirmationen (Sätze die uns stärken und an die wir auch immer mehr glauben) dann prägen sich diese tief in unser Unterbewusstsein ein und bauen wunderschöne Wege in unserem Gehirn, auf die wir immer leichter zugreifen können. Je öfter wir uns bewusst positive Dinge sagen, umso mehr und leichter werden sie in uns zur Realität. Sind die neuen Botschaften zu einer Wahrheit geworden, wirken sie sich auch im Außen aus. 

SUGGESTIONEN DIE STÄRKEN

  •  Ich kann es, schaffe es und habe es verdient! 
  •  Alles ist möglich!
  •  Ich lebe mich jeden Tag mehr!
  •  Ich bin gut so wie ich bin!
  •  Ich habe die Willenskraft alles zu tun, was ich möchte.
  •  Ich nehme immer mehr den Druck raus!
  •  Ich muss nicht müssen, ich darf!
  •  uvm.

WIE DU KRAFTVOLLE SUGGESTIONEN ENTWICKELST

Wenn eine Suggestion wirksam sein soll, braucht sie ganz bestimmte Eigenschaften.

Eine Suggestion wie „Morgen werde ich …“ hat keine Chance, denn morgen ist immer morgen, und du lebst und handelst im Hier und Jetzt!

Formuliere positiv und in der Gegenwartsform 

Formuliere deine Ziele positiv und in der Gegenwart, so als hättest du das Ziel schon erreicht. In dem Beispiel könnte die Äußerung lauten: “Ich trete gegenüber meinem Chef souverän und selbstsicher auf.”

Eine Regel für wirkungsvolle Suggestionen lautet deshalb, das Ergebnis in der Gegenwart zu verankern, so als sei es schon eingetreten. 

Siehe dich immer wieder erfolgreich in der Situation. Nimm dich und die Situation mit all deinen Sinnen wahr. Fühle vor allem, wie es sich anfühlt, z.B. etwas doch zu schaffen. Male es dir aus, wie es dir dann geht und wer sich mit dir darüber freut, das du es geschafft hast.

Affirmationen sollen motivieren

Finde Sätze die dich motivieren. Spüre in dir ein „Ja“ zum Satz und habe Vorfreude, dein Ziel zu erreichen.
Verstärken deine Emotionen zu deinem Ziel und zur Autosuggestion durch Details und Adjektive. “Ich fühle mich wunderbar, weil ich meinem Chef gegenüber selbstsicher und ruhig auftrete.” Nimm wahr, wie du durch dein selbstsicheres Verhalten eine Gehaltserhöhung bekommst und sich alle mit dir freuen.Um die emotionale Wirkung zu verstärken, kannst du deinen eigenen Namen zur Affirmationen hinzufügen: “Ich, Claudia Löw, bin meinem Chef gegenüber selbstbewusst und selbstsicher.”

Damit verstärkst du die Botschaft an dein Unterbewusstsein .

Spiele mit den Sätzen und variiere.

Variation der Suggestion

“Ich trete meinem Chef gegenüber völlig selbstsicher und selbstbewusst auf.”
“Ich ,Claudia Löw, trete meinem Chef gegenüber super selbstsicher und ganz selbstbewusst auf.”
“Du – Claudia Löw – strahlst Deinem Chef gegenüber ein großes Selbstbewusstsein aus.”

Versuchen nicht, gleich zu Beginn die perfekten Affirmationen entwickeln zu wollen. Suche  zunächst Sätze, die bei dir etwas anklingen lassen und die dir intuitiv richtig erscheinen. 

Wichtig ist, dass du sie immer wiederholst. Vielleicht magst du dir die Sätze aufschreiben und Post its in die Räume zur Erinnerung hängen.

Lese und sprich deine Sätze so oft wie möglich laut aus. Das Wort hat Macht!

Viele Menschen glauben, dass Veränderungen immer langsam und schmerzvoll sind. Die Autosuggestion kann dir dabei helfen, sich schneller und auch leichter zu verändern – manchmal sogar viel schneller als erwartet.
… aber ein bisschen Zeit braucht es meist schon

Der Schlüssel zum  Erfolg ist die Regelmäßigkeit!

Für ein Ziel sollten Sie für einen Zeitraum von 21 Tagen regelmäßig mit deiner Autosuggestion arbeiten. 

Nach einigen Tagen wirst du wahrscheinlich bereits erste Veränderungen bemerken. An dieser Stelle ist es wichtig, weiter zu üben, bis die Veränderung wirklich fest im Unterbewusstsein verankert ist. 

Wenn du verunsichert bist

Sei bitte nicht verunsichert, wenn es zu Beginn seltsam erscheint, sich selbst Dinge zu sagen, die noch nicht real sind oder noch nicht stimmen.

Es ist ganz normal, dass es am Anfang komisch oder albern oder sich unstimmig anfühlt. 

Probiere es trotzdem mal aus!

Wir sind es einfach nicht gewohnt, uns selbst positive Dinge zu sagen. Viel häufiger senden wir uns statt dessen negative Botschaften. Hier geht es im Grunde nur darum, die alten  Botschaften durch positive neue zu ersetzen. 

Besonders verrückt klingt es, wenn du laut deinen Namen mit einer solchen Affirmation aussprichst. Du gewöhnst dich daran. 

Lache und hab Spaß dabei.

Nimm den Ernst und den Druck heraus und gehe es mit Neugier an.

Abschließende Tipps 

Mach doch ein kleines Ritual: 

Schreibe dir deine  Lieblings- Affirmationen in deiner schönsten Schrift auf richtig edles Papier. Sei verzückt von deiner Affirmation und wenn du magst rahme sie ein und hänge sie in einen Raum.

Wenn wir unsere Affirmationen öffentlich machen – also Sie z.B. vor anderen Menschen äußern, bekommen sie noch ein größeres Gewicht. Also teile sie oder mache eine 21 Tage Challenge der Wandlung daraus. Vielleicht mag jemand aus der Familie oder dem Freundeskreis mitmachen. 

Das unterstützt perfekt!

Wenn der Erfolg ausbleibt!

Es kann passieren, dass sich auch trotz konsequenten Übens keine spürbaren Erfolge einstellen. Dafür gibt es verschiedene Ursachen:
Veränderungen brauchen schon ein bisschen Zeit

Dein Bewusstsein wehrt sich. Schaue dann ob du passendere Formulierungen für dich findest.

vielleicht brauchst du mehr Input. Lies und höre deine Suggestionen laut.(Sprich sie auf Band und schreib sie auf)

Gehe mit ihnen ins Bett. Ja genau! Höre sie vorm Schlafen gehen und lege sie unter dein Kissen.

Höre Meditationen zu deinen Themen an.

Wenn du Hilfestellung zu diesem Thema möchtest, kannst du dich auch gerne an mich wenden.

Ich wünsche dir grandiosen Erfolg und viel Freude

Transformatorische Grüße

Claudia

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